Nepalreise (05.02.-14.02.2016)

1. März, 2016

Im Februar reisten die Vorstände Wolfgang Grader und Erika Ellner nach Nepal um die Himal-Projekte vor Ort zu besuchen und um genaueres über die aktuelle Situation der nepalesischen Bevölkerung zehn Monate nach dem Erdbeben zu erfahren. Nepal hatte zudem im Winter besonders unter der Grenzschließung zu Indien zu leiden, da es an Benzin und Gas mangelte, die Preise enorm anstiegen und die Bevölkerung größtenteils wieder auf Brennholz zurückgreifen musste. Das Land kommt nicht zur Ruhe, zumal die nepalesische Regierung noch immer nicht die internationalen Hilfsgelder freigegeben hat. So greifen nur die Einzelaktivitäten der Hilfsorganisationen und Vereine, wie die der Himal-Initiative, die direkt vor Ort helfen können.

In Lalitpur (Patan) – Wiederaufbauhilfe der zwei Mandapas (Pavillons) – sind die Pläne schon soweit gediehen, dass demnächst mit den Aufbauarbeiten begonnen werden kann. Die Vorstände trafen sich zur Besprechung mit dem Präsidenten Mr. Kiran Man Pradhan von Mangal Tole Sudhar Samiti und weiteren Mitgliedern. Sie besichtigten, die in der Zwischenzeit begonnenen Holzrestaurierungsarbeiten.

Das Siddhi-Memorial-Hospital in Bhaktapur hat das Erdbeben halbwegs gut überstanden, wurde jedoch im Sommer durch den Anstieg eines kleinen Baches überraschend überflutet. Die Himal-Initiative beteiligte sich am Kauf von neuen Krankenhausbetten.

Das vom Erdbeben komplett zerstörte Dorf Katunje entwickelt sich, zwar langsam, aber stetig. Mit den Spendengeldern konnte eine neue Wasserleitung installiert werden. Nächstes Projekt ist der Bau einer Pumpanlage, um aus dem Fluss Wasser für landwirtschaftliche Tätigkeiten hochpumpen zu können. Die geringen Wasservorkommen sind ein großes Problem. Das Dorf soll wirtschaftlich selbstständig werden. Geplant sind daher das Setzen von vielen Obstbäumen und Kiwi-Stauden. Das erste Haus, das aufgebaut werden soll, ist ein Gemeinschaftshaus, welches dem ganzen Dorf zur Verfügung steht.